Die grössten Fitness-Mythen Teil II

Muskelaufbau

Welcher Fitness-Mythos ist wahr, welcher falsch? Hier nun der zweite Teil der grössten Fitness-Mythen. FITNESS-MYTHOS #9 Mit Krafttraining nimmt man nicht ab Falsch. Muskeln sind bekanntlich schwerer als Fett. Aber wenn man als Frau ein ganz normales Krafttraining macht, dann wird man auch abnehmen. Je mehr Muskulatur vorhanden ist, desto besser ist der Stoffwechsel. Daraus folgt: Je mehr Muskeln, desto höher ist der Kalorienverbrauch. FITNESS-MYTHOS #10 Ein Sixpack kriegt man schnell durch viele Sit-ups  Falsch. Ausschlaggebend ist vor allem der Körperfettanteil. Erst wenn dieser unter 14 Prozent liegt, wird das Waschbrett sichtbar. Gerade am Bauch speichert der Körper das meiste Fett. Beim Bauchtraining baut man aber kaum Fett ab. Der Grund: Die Bauchmuskeln sind eine sehr kleine Muskelgruppe. Je mehr Muskelmasse beim Training in Bewegung ist, desto höher ist der Energieverbrauch. Wichtig ist deshalb eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining und gesunder, bewusster Ernährung. FITNESS-MYTHOS #11 Muskeln machen den Körper unbeweglich Falsch. Im Gegenteil: Ein ausgewogenes Krafttraining verbessert die Beweglichkeit. Entscheidend ist, dass du beim Training keine Muskelgruppe vernachlässigst und bei jeder Übung über den vollen Bewegungsradius gehst. Auf Grund unserer häufig gebückten Alltagshaltung neigen besonders die Brust-, Hüft- und Beinbeugemuskulatur dazu, sich zu verkürzen. Deshalb solltest du auf keinen Fall vergessen, stets auch deren muskuläre Gegenspieler (oberer und unterer Rücken sowie die Beinstrecker) zu fordern. FITNESS-MYTHOS #12 Dehnen nach dem Sport ist wichtig Richtig. Vor allem nach dem Sport sollte man grundsätzlich den ganzen Körper dehnen. Wenn man dies nicht macht, verkürzt sich nach einiger Zeit die Muskulatur und man bekommt Haltungsschäden. FITNESS-MYTHOS #13 Krafttraining macht dicke Muskeln Falsch. Das stimmt bedingt nur bei den Männern. Frauen bekommen vom Krafttraining keine Bodybuilder-Figur. Der Muskelwachstum ist abhängig von Testosteron, und der weibliche Organismus produziert das männliche Geschlechtshormon nur in sehr geringen Mengen. Darum führt ein Muskeltraining bei Frauen in erster Linie dazu, dass sie festere Muskeln bekommen – und das Gewebe straffer, die Figur besser wird. FITNESS-MYTHOS #14 Regelmässiges Joggen schadet den Gelenken Falsch. Das Gegenteil ist der Fall! Laufen schützt dich sogar davor, dass sich deine Gelenke abnutzen. Durch die Bewegung wird die Gelenkschmiere dünnflüssiger und versorgt den Knorpel besser mit Nährstoffen. Auch die Muskeln, die du durch das Laufen aufbaust, entlasten deine Gelenke im Alltag. Lauf-Anfänger sollten es trotzdem erst einmal langsam angehen lassen: 15 bis 20 Minuten Dauerlauf genügen im ersten Monat vollkommen, pro Woche sollten sie ihr Pensum um maximal 15 Prozent steigern. Auf diese Weise verhindern sie, dass sie ihre Bänder und Sehnen überlasten. Wer übergewichtig ist (BMI über 30), starke X- oder O-Beine hat, sollte besser mit Nordic Walking oder Fahrradfahren beginnen. FITNESS-MYTHOS #15 Bei Schwangerschaft ist Sport zu riskant Falsch. Ein moderates Training während der Schwangerschaft erhält die Funktionsfähigkeit des Körpers und schadet dem Baby nicht. Wer bereits vor der Schwangerschaft sportlich aktiv war, muss selbst mit grösser werdendem Bauch nicht auf das gewohnte Fitnessprogramm verzichten. Allerdings solltest du keine Sportarten mit direktem Gegnerkontakt und keinen Leistungssport machen. Auch Skifahren oder Reiten sind Schwangeren nicht anzuraten. Von Sportmedizinern empfohlen wird ein leichtes Ausdauertraining, wie zum Beispiel Walking, in Kombination mit sanftem Muskeltraining – vor allem für den Rücken. Ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft sollten Schwangere ihre Bauchmuskeln aber nicht mehr trainieren. Denn die müssen sich jetzt ausdehnen können, und ein Muskeltraining wirkt dem entgegen. Achtung: Bei einer Risikoschwangerschaft sieht es generell anders aus. Spreche auf jeden Fall mit deinem Gynäkologen.