Wie gesund sind Light- und Low-Fat-Produkte?

Ernährung

In den vergangenen Jahren breitete sich der Fitnesskult immer weiter aus, sodass sogar die Nahrungsmittelindustrie darauf reagierte und sich die Supermarktregale alsbald mit fettreduzierten Nahrungsmitteln und speziellen Light-Produkten füllten, die den Anforderungen der sensibilisierten Zielgruppe gerecht werden sollten. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Selten traf eine Redensart so sehr ins Schwarze wie es im Bezug auf die modernen, angeblich gesünderen, Designerlebensmittel der Fall ist. Zwar versprechen diese Produkte durch eine reduzierte Gesamtkalorienzahl oder den gesenkten Fettanteil auf den ersten Blick zur gesunden Ernährung beizutragen, doch zahlreiche Ersatzstoffe, die unter anderem den verloren gegangenen Geschmack ersetzen sollen, gestalten sich aus medizinischer Sicht fragwürdig und stellen das Konzept der gesundheitsförderlichen Lebensmittel auf den Kopf. Wir klären euch darüber auf, was es mit Low-Fat- und Light-Produkten auf sich hat und warum diese nicht immer das halten, was sie versprechen.

Was sind Light-Produkte?

Gerade Light-Produkte befinden sich unentwegt auf dem Vormarsch, kaum ein Produkt, welches nicht bereits über einen kleinen Bruder aus dem Light-Segment verfügt. Egal ob es sich um Joghurts, Käse oder gar Chips handelt – light ist in, aber gesund muss das lange noch nicht sein. Dass Light-Produkte gut für die Gesundheit sind und uns beim Abnehmen unterstützen sollen, indem entweder das Fett oder der Zuckeranteil reduziert wurde, ist aber leider nur die eine Seite der Medaille. Doch bevor wir die Nahrungsmittelindustrie mit erhobenem Zeigefinger anklagen, obliegt es uns zu hinterfragen, ob wir mit der steten Forderung nach kalorienreduzierter Nahrung ohne einen Geschmacksverlust hinnehmen zu wollen, nicht selbst an der Entwicklung auf dem Nahrungsmittelmarkt verantwortlich sind. Denn sobald beispielsweise der Fettanteil eines Milchproduktes wie Käse oder Quark reduziert wurde, so schwindet in gleichem Maße die Intensität des Geschmacks, was selbstredend dazu führt, dass der Verbraucher dieses Produkt meidet. Um also einem solchen Effekt vorzubeugen, ersetzen die Hersteller den Geschmacksträger Fett bei süßen Produkten in der Regel durch Zucker oder industrielle Süßstoffe oder im Fall salziger Lebensmittel durch größere Mengen Natrium sowie chemische Geschmacksverstärker.

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Wie unterscheiden sich Low-Fat- und Light-Produkte?

Dass eine solche Vorgehensweise überhaupt durchführbar ist, ermöglicht eine EU-Richtlinie, die mehr oder minder exakt definiert welche Kriterien ein Lebensmittel erfüllen muss, um als Light-Produkt angepriesen werden zu dürfen. Das Einzige, was ein solches Produkt von einem herkömmlichen unterscheidet, ist die Reduzierung eines einzigen Inhaltsstoffs um 30%. In diesem Zusammenhang steht es Herstellern allerdings frei, welchen Stoff sie reduzieren und selbstredend auch, ob sie diesen mit einem anderen substituieren. Dementsprechend darf ein Produkt welches 30% weniger Salz enthält ebenso als "light" bezeichnet werden wie eines, dessen Fettgehalt reduziert aber im Gegenzug der Zuckeranteil erhöht wurde. Beide Produkte gelten nun zwar marketingtechnisch als besonders gesund, an der Energiedichte ändert sich jedoch nichts. Ebenso wie bei Light-Produkten ist auch im Fall der fettreduzierten Lebensmittel ein Blick auf das Etikett unverzichtbar, um den wahren Nutzen des Produktes erkennen zu können. Im Gegensatz zu der erstgenannten Produktfamilie ist allerdings wirklich sicher, dass der Fettgehalt reduziert wurde, was aber andererseits beutet, dass entweder der Geschmack leidet oder der Hersteller entweder durch Salz, Zucker oder Geschmacksverstärker nachgeholfen hat, da der Anteil des Geschmacksträgers Fett nur noch bei 10-30% der aufgenommenen Kalorienmenge liegt.

Chemie in Light-Produkten

Wer sich in der Praxis dabei erwischt, gerne einmal etwas mehr von einem Light-Produkt zu verzehren ist nicht alleine, denn gerade diese Produktkategorie verführt durch die Einsparung von ein paar Kalorien pro Einheit des Produkts, etwas mehr als gewöhnlich zu konsumieren. Dies führt im schlimmsten Fall dazu, dass wir durch Light-Produkte sogar zunehmen, was selbstredend den Sinn des gesamten Unterfangens ad absurdum führt. Der Effekt, der sich hinsichtlich der Kalorienbilanz nur auf der Waage niederschlägt, kann im Angesicht der zahlreichen chemischen Ersatzstoffe, die nicht selten in Light-Produkten enthalten sind, sogar gesundheitlich problematisch werden. Zwar greifen bei Weitem nicht alle Hersteller auf chemische Helferlein zurück, dennoch ist beim Kauf solcher Produkte ein Blick auf das Etikett notwendig, um Mogelpackungen gleich zu enttarnen und die "wahren" Light-Produkte zu identifizieren. In der Kritik stehen in diesem Zusammenhang vorrangig chemische Süßstoffe wie Aspartam, welche in wissenschaftlichen Studien bereits in Verbindung mit der Entstehung verschiedener Krebsarten gebracht wurden. Zwar macht auch hier die Dosis das Gift, doch warum sollten wir uns willentlich einen Giftstoff zuführen, von dem wir wissen, dass er potenziell gefährlich ist? Ebenso verhält es sich mit dem hohen Salzgehalt, den zahlreiche kalorienreduzierte Lebensmittel aufweisen. Natrium ist zwar ein essenzielles Elektrolyt, wird aber bei Weitem nicht in den Mengen benötigt, die in unserer täglichen Ernährung und insbesondere in vielen Light-Produkten enthalten sind. Gerade der Überschuss an Salz in der heutigen Ernährung wurde unlängst als Auslöser unzähliger Zivilisationskrankheiten wie vorzeitiger Arterienverkalkung und Bluthochdruck identifiziert.

Die gesunde Alternative

Nun sollten Light-Produkte und solche mit reduziertem Fettanteil nicht gleich verteufelt werden, was in jedem Fall der falsche Weg wäre, denn auch in dieser Produktgruppe existieren qualitativ hochwertige Lebensmittel, die ihren Namen auch verdienen und zu Recht ohne Gewissensbisse konsumiert, werden können. Um diese Produkte erkennen zu können, solltest du auf dem Etikett insbesondere auf einen ungewöhnlichen Fett- oder Kohlenhydratanteil achten und darüber hinaus Produkte, deren Zutatenliste unerklärlicherweise auffällig lang ist und zahlreiche "Extrakte" enthält tunlichst meiden. Die beste Alternative zum Konsum solcher Designerlebensmittel ist schlichtweg, die konventionellen Nahrungsmittel bewusst und in geringerem Maße zu verwenden. Somit sparst du auf der einen Seite Kalorien und entwickelst im Gegenzug eine völlig neue Beziehung zu Nahrungsmitteln. Gerade der Genuss ist es, der vielen Trainierenden vor allem in einer Diät fehlt und von Light-Produkten nicht kompensiert werden kann. Somit kann gerade während der Reduktionsphase der ein oder andere Sündenfall dabei helfen, gar nicht erst in Versuchung zu kommen, den Einkaufswagen mit kalorienreduzierten Produkten aller Art vollzuladen. Für Süßstoffe existiert darüber hinaus ein gesunder Ersatz. Stevia, eine aus Südamerika stammende Pflanze, die dort bereits seit Jahrtausenden zum Süßen verwendet wird, ist seit einiger Zeit als Lebensmittel in der EU zugelassen und ermöglicht es Zucker weitgehend zu ersetzen, ohne dabei auf Aspartam, Acesulfam oder ähnliche synthetische Stoffe zurückgreifen zu müssen.

Fazit

Viele kalorienreduzierte Produkte, die auf den ersten Blick hervorragend scheinen, lassen sich bei genauerer Betrachtung als Mogelpackung identifizieren, sodass gerade beim Einkauf das Lesen des Etiketts und der Zutatenliste oberste Priorität hat. Per se sind diese Produkte also nicht unbedingt schlecht, allerdings sollte der Umgang, respektive der Konsum kontrolliert und bewusst erfolgen, denn dann sind auch kalorienreduzierte Lebensmittel in der Lage ihren Sinn zu erfüllen. Alternativ bietet sich das bewusste genießen konventioneller Lebensmittel an, wodurch nicht nur die potenzielle Gefahr chemischer Zusatzstoffe entfällt, sondern gleichsam die Lebensqualität durch den Verzicht auf den Verzicht ansteigt.