Der Säure-Basen-Haushalt

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In unserem Körper entstehen durch bestimmte Stoffwechselvorgänge verschiedene Säuren, die zur Aufrechterhaltung des gesundheitlichen Gleichgewichtes wieder ausgeschieden werden müssen. Wenn dann noch zusätzlich viele Säure bildenden Lebensmittel eingenommen werden oder du sehr viel Stress ausgesetzt bist, dann kann der Körper den Säure-Basen-Haushalt oft nicht mehr aufrechterhalten. Die Folge ist eine Übersäuerung, die schwerwiegende Folgen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben kann. Nachfolgend wollen wir dich darüber informieren, wie ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt entstehen kann und was du dagegen tun solltest.

Was ist ein Säure-Basen-Haushalt?

Der sogenannte Säure-Basen-Haushalt ist beim Ablauf der einzelnen Stoffwechselvorgänge beteiligt. Wenn sich Säure und Basen in einem Ungleichgewicht befinden, dann kommt es zu Veränderungen bei den spezifischen pH-Werten. Der pH-Wert gibt Auskunft über das Säure-Basen-Verhältnis in unserem Körper. Eine pH-Wert Skala besteht aus den Werten 0-14. Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral, die unteren Werte gelten als sauer und die höheren Werte werden als basisch oder alkalisch bezeichnet. Der niedrige pH-Wert von 1 bis 3 im Magen sorgt dafür, dass Speisen zersetzt und Bakterien abgetötet werden können, während der Dünndarm für die Resorption der Nährstoffe zuständig ist und deshalb einen pH-Wert von 8 aufweist. Das Blut hat einen stabilen, fast neutralen Wert von 7,35 – 7,45. Die überflüssigen Säuren im Blut werden vom Körper sehr schnell über eigene Regelmechanismen entfernt, da ein pH-Wert ab 7,7 im Blut bereits tödlich ist.

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Ursachen der Übersäuerung

Eine Azidose oder Übersäuerung des Körpers kann verschiedene Ursachen haben, die entweder atmungsbedingt oder stoffwechselbedingt sind. Eine atmungsbedingte Übersäuerung entsteht immer durch eine verminderte Atmung, wobei der Körper zu wenig Kohlendioxid abatmet und sich somit das saure Kohlendioxid in Form von Bikarbonat im Körper ansammelt. Bei einer stoffwechselbedingten Übersäuerung befindet sich eine zu hohe Konzentration saurer Stoffwechselprodukte im Blut, was zur Folge hat, dass der pH-Wert schlagartig absinkt. Diese Form der Übersäuerung ist oft sehr lebensbedrohlich und kann zum Beispiel durch Diabetes, Alkoholismus, Schock, Vergiftungen oder durch ein starkes Krafttraining entstehen.

Die Symptome und Folgen der Übersäuerung

Die typischen Symptome einer Übersäuerung äußert sich oft in schlechter Laune, Müdigkeit, Nervosität, allgemeines Unwohlsein, Motivationslosigkeit, Kraftlosigkeit. Auch massive Muskel- und Gelenkbeschwerden wie auch lebensbedrohende Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlaganfall oder Herzinfarkt können durch ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt ausgelöst werden. Damit der Körper Säuren neutralisieren kann, benötigt er basische Mineralstoffe wie zum Beispiel Kalzium, Magnesium, Kalium oder Eisen. Wenn deine Ernährung zu wenig basische Mineralstoffe enthält, dann klaut der Körper die basischen Mineralien zum Beispiel aus den Knochen oder Zähnen. Sollte dieser Zustand länger anhalten, dann können Erkrankungen wie zum Beispiel Osteoporose, Rheuma, Arthrose oder Arthritis hervorgerufen werden.

Wie kann der Säure-Basen-Haushalt gemessen werden?

Einen Säure-Basen-Haushalt kannst du mit unterschiedlichen Methoden messen. Eine Möglichkeit ist der sogenannte pH-Wert Test. Dieser kann der Arzt mit einer Blutgasanalyse durchführen, die eine ziemlich genauen Aufschluss über das Gleichgewicht im vorhandenen Säure-Basen-Haushalt geben kann. Eine weitere Methode ist die Messung mit einem pH-Teststreifen, mit dem du sieben Mal am Tag deinen pH-Wert mit einem Indikatorpapier aus der Apotheke messen musst. Der erste Test beginnt mit dem sauren Morgenurin, da gesunde Nieren die anfallenden Säuren über Nacht ausscheiden. Im Laufe des Tages sollte sich dann der pH-Wert des Urins bei 7 einpendeln. Eine weitere Möglichkeit für das Feststellen einer Übersäuerung besteht aus einem Esslöffel Kaisernatron, den du morgens einnehmen musst. Im Laufe der nächsten Stunden muss dein Urin dann in den alkalischen Bereich fallen. Tut er das nicht, kannst du von einer Übersäuerung ausgehen, da der Körper sofort alle notwendigen Stoffe für einen körpereigenen Säure-Ausgleich verwendet.

Welche Auswirkungen hat eine Übersäuerung auf den Sport?

Wenn du Kraftsportler bist, ist es sehr wichtig, dass du eine Übersäuerung vermeiden kannst, da sonst dein Leistungslevel erheblich beeinträchtigt werden kann. Gerade bei Sportlern kann eine Übersäuerung Muskelkrämpfe, Muskelverhärtungen oder Verspannungen hervorrufen. Die Folgen sind oft auch Kraftlosigkeit und eine größere Verletzungsanfälligkeit. Das bedeutet aber nicht, dass du jetzt auf deine Proteinshakes verzichtest oder dein Krafttraining reduzieren musst. Damit dein Stoffwechsel auch bei harten und intensiven Trainingsintervallen funktioniert, müssen die unter körperlicher Anstrengung vermehrt gebildeten Säuren wie zum Beispiel Milchsäure oder Ketosäure neutralisiert und ausgeschieden werden. Damit du eine sogenannte Belastungsübersäuerung vermeiden kannst, solltest du ausreichend basische Vitalstoffe einnehmen. Getränke mit basischen Mineralstoffen wie wie zum Beispiel Magnesium und Spurenelementen hält die Muskulatur elastisch, daher sollte der pH-Wert des Sportgetränks nicht unter 4 liegen. Empfehlenswert sind sogenannte hypotone Getränke, die rasch vom Darm aufgenommen werden und so den Flüssigkeitsverlust schneller ausgleichen können.

Fazit

Du weißt jetzt, wie ein Säure-Basen-Haushalt funktioniert und unter welchen Umständen dieses Gleichgewicht gestört wird. Du musst jetzt aber nicht dauernd deinen pH-Wert messen. Da gerade auch Ärger und Stress den Säure-Basen-Haushalt stark durcheinanderbringen kann, empfehlen wir dir ab und zu eine Übersäuerungskur. Diese kann besonders durch eine Umstellung in der Ernährung erfolgen. Die entsprechenden basen- und säurebildenden Lebensmittel kannst du in den gängigen Artikeln über dieses Thema nachlesen. Auch gute Nahrungsergänzungsmittel können bei einer Übersäuerung entgegenwirken. Achte auch immer auf die Einnahme von wertvollen Mineralien, die einen erheblichen Einfluss auf eine Übersäuerung haben können.